Problem: Treppenhäuser werden nach Stunden bezahlt, nicht nach Ergebnis
In vielen Ulmer Mehrfamilienhäusern mit 12 bis 40 Parteien ist die Treppenhausreinigung an einen Pauschalvertrag gekoppelt. Geprüft wird meist nur, ob die Fläche insgesamt sauber wirkt. Fußspuren auf hellen Steinfliesen, Staub auf Handläufen und Fingerabdrücke an Lichtschaltern bleiben dabei regelmäßig unbemerkt. Das Ergebnis sind Beschwerden, Nacharbeiten und ein Gefühl von unklarer Zuständigkeit.
Ursache: Unklare Intervalle und fehlende Kontrollpunkte
Die Ursache liegt selten am fehlenden Einsatz, sondern an der fehlenden Leistungsbeschreibung. Ein Vertrag nennt oft nur wöchentlich, ohne zu definieren, was wöchentlich bedeutet: Boden wischen, Handlauf reinigen oder auch Kellertüren und Mülltonnenstandort. Ohne feste Kontrollpunkte lässt sich die Qualität nicht vergleichen, und die Hausverwaltung kann Mängel nur schwer nachweisen.
Schritt 1: Objektaufnahme mit martin
Bei der Objektaufnahme unterstützt martin die Hausverwaltung mit einer Checkliste: Anzahl der Etagen, Bodenbelag, Handläufe, Lichtschalter, Aufzugsnähe und Mülltonnenstandort werden pro Haus erfasst. Dabei wird auch die tatsächliche Frequenz festgelegt, etwa zweimal pro Woche für stark genutzte Eingänge und einmal pro Woche für ruhigere Nebentreppenhäuser.
Schritt 2: Leistungsverzeichnis statt Pauschalauftrag
Aus der Aufnahme entsteht ein konkretes Leistungsverzeichnis. Es legt fest, dass Handläufe zweimal pro Woche feucht gewischt, Böden einmal pro Woche gewischt und Lichtschalter sowie Türklinken einmal pro Woche desinfizierend gereinigt werden. Damit wird die Treppenhausreinigung planbar und für Mieter nachvollziehbar.
Schritt 3: Feste Reihenfolge und Sichtkontrolle
Martin arbeitet von oben nach unten, damit kein Schmutz auf bereits gereinigte Flächen fällt. Nach jeder Reinigung folgt eine kurze Sichtkontrolle an drei Punkten: Ecken und Kanten, Handläufe und der Eingangsbereich. Diese Kontrolle dauert wenige Minuten, verhindert aber, dass Mängel erst durch Mieter gemeldet werden.
Schritt 4: Rückmeldung innerhalb von 24 Stunden
Meldet die Hausverwaltung ein Problem, wird es mit Foto und kurzer Ortsangabe dokumentiert. Martin reagiert innerhalb von 24 Stunden und stimmt bei Bedarf einen Nacharbeitstermin ab. Für Mieter entsteht dadurch ein klarer Weg: Beschwerde über die Verwaltung, Rückmeldung über den Reinigungsplan, sichtbare Korrektur.
Schritt 5: Monatliche Auswertung mit drei Kennzahlen
Einmal im Monat werden drei Kennzahlen ausgewertet: Anzahl der Beschwerden, Anzahl der Nacharbeiten und Zeitaufwand pro Etage. In einem Ulmer Objekt mit 18 Parteien sanken die Beschwerden nach vier Wochen von sechs auf zwei, weil die Handläufe häufiger und die Eingangsbereiche morgens vor dem Berufsverkehr gereinigt wurden.
Ergebnis: Sauberkeit wird überprüfbar
Aus einem pauschalen Auftrag wird ein nachvollziehbarer Ablauf mit festen Intervallen, klaren Aufgaben und kurzen Rückmeldewegen. Die Hausverwaltung erhält dokumentierte Leistungen, Mieter sehen konkrete Verbesserungen, und Martin kann Qualität nicht nur behaupten, sondern anhand der monatlichen Kennzahlen belegen.
